Frühling - der Sommer ist nahe

Es tut gut, wenn man gerade in diesen Tagen zwischendurch einfach rausgeht. Ich genieße den Frühling und freue mich auf den Sommer. Sich an der Sonne freuen, zum blauen Himmel aufschauen und sehen wie vieles blüht.

Frische Luft atmen, sich bewegen und auf andere Gedanken kommen.
In der Bibel zu lesen, ist für mich ebenfalls ein solches Rausgehen aus meinen eigenen Gedanken und Gott wahrnehmen. Mich an seiner Gegenwart freuen, mich von ihm bewegen lassen und mich aus der Enge der Sorgen herausführen lassen. 


In den letzten Tagen war in der Bibellese die Endzeitrede Jesus aus Markus 13 dran.

Nicht gerade erbaulich, wenn ich vom Untergang des Tempels in Jerusalem lese, von Kriegen und Kriegsgeschrei, von großer Bedrängnis und Nöten. Das setzt vielen zu in einer Zeit der Krise und Verunsicherung.

Heute Morgen las ich in meiner stillen Zeit: „An dem Feigenbaum aber lernt ein Gleichnis: Wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wisst, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: wenn ihr seht, dass dies geschieht, so wisst, dass ER nahe vor der Tür ist.“ Mk 13, 28-29.    

In der Lutherbibel hat das Kapitel Mk 13 die Überschrift „Über das Ende der Welt“.  In meiner Bibel hat dieses Kapitel nun eine neue Überschrift bekommen: „Über das Ende der Winterzeit“

Jesus kündet den Sommer an (V. 28), das Ende des Winters. Er will keine Angst verbreiten, sondern ermutigen.

Er hat seinen Jüngern versprochen, dass er wiederkommen und sein Reich vollenden wird. Wenn Jesus von den Zeichen spricht, die seinem Kommen vorausgehen, von Kriegen, Bedrängnissen und Nöten, dann will er uns ermutigen. Es sind gute Zeichen. Gut, weil sie auf den kommenden Herrn hinweisen – so, wie die Blüten der Bäume den Sommer ankündigen.

Zwischen der Not dieser Welt und dem anbrechenden Reich Gottes ist ein Unterschied, wie zwischen Nacht und Tag, wie zwischen Winter und Sommer. Der Winter hat seine schönen Seiten, aber ich freue mich auf den Sommer.

Gustavo Victoria, unser neuer Gemeinschaftsinspektor, schreibt in der April Ausgabe der SV-Nachrichten „Ich möchte in diesen Zeiten Licht sein. Ich will mich nicht an Spekulationen über das Ende der Welt beteiligen. Ich will nicht meckern über das, was Menschen tun (Hamsterkäufe und Ähnliches). Ich will zeigen, dass die Predigt der Geborgenheit in Gott jetzt eine entscheidende Rolle spielt“

Nicht über die Dunkelheit lamentieren, sondern Licht sein. Nicht über das Ende spekulieren, aber auf Jesus hoffen. Und dabei anderen bezeugen, dass mein Leben von Jesus gehalten ist und ich bei ihm geborgen bin.
Und vergesst nicht, die Uhr umzustellen – wir haben wieder Sommerzeit!